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Die Landtagswahl in Nordreinwestfahlen am 13. Mai


Die direkten Kandidaten der SPD im Raum
Siegen – Wittgenstein.
                                                                                                                                                           Tanja Wagener                                  Falk Heinrichs
 
 
 
Wahlkreis 126                                                                Wahlkreis 127


Am 13. Mai finden die Landtagswahlen in Nordreinwestfahlen statt. Der Gang zur Wahlurne 
ist nach Ansicht des Vorstandes das Legitime Recht aller Staatsbürger am demokratischem
Prozess teilzuhaben. Der Vorstand der Eziden in Siegen e. V. hat sich dazu entschlossen,
bei ihren Mitgliedern darum zu werben die SPD mit beiden Stimmen zu wählen. 
Weitere Informationen zu den Personen und zum Wahlprogramm der SPD selbst, finden sie
auf der Nachfolgenden Internetseite.

www.tanjawagener.de
Mit freundlichen Grüßen
DER VORSITZENDE    
Himat Yousuf
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   Integration durch Sprache  

 
Aus der Zeitschrift: DER WESTEN
Bearbeitet von: Dip. Jur.  Himat Yousuf

Nicht allein Lippenbekenntnisse, sondern Taten sprechen lassen.” Das fordert Angela Tillmann von Genossen und Bürgern: Die integrationspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion fasste damit die Essenz der Veranstaltung „Yezidische Migranten zwischen Assimilation und Integration" zusammen.
Rees
Rund 60 kurdische Familien leben zurzeit in Rees, die meisten davon sind yezidischen Glaubens. „Ich höre das zum ersten Mal” und „Über diese Religion weiß ich gar nichts” gestanden einige der Gäste im Vorfeld des Informations- und Diskussionsabends im Kolpinghaus Rees

Damit die Scheu und die Vorurteile gegenüber hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund verfliegen und sich alle besser kennen lernen”, hatte Ahmet Tolun die Veranstaltung initiiert.
Der 35-jährige Sozialdemokrat kandidiert bei den Kommunalwahlen für den Stadtrat und konnte neben Bürgermeisterkandidat Harry Schulz auch den Landtagsabgeordneten Bodo Wißen begrüßen.
Im Rahmen eines allgemeinen Vortrags über die Bedeutung von Integration verwies Angela Tillmann auf einen entsprechenden Bericht der Landesregierung: „Ein Drittel der Bevölkerung NRWs hat einen Migrationshintergrund. Die Erwerbsquote dieser Menschen ist im Vergleich zu Deutschen erheblich geringer, ihre Bildungschancen sind niedriger.” Außerdem sei auffällig, wie selten Migranten in der Politik zu finden seien: „Von dem Drittel, das der Bevölkerungszahl entspricht, sind wir weit entfernt.”
Dass Integration vor Ort, in den Kommunen, im täglichen Leben stattfindet sei eine wünschenswerte Entwicklung, so die Landtagsabgeordnete weiter. „Trotzdem kann es nicht sein, dass Migranten, die seit 40 Jahren hier leben, nicht wählen dürfen, während das EU-Bürgern bereits nach dreimonatigem Aufenthalt gestattet ist.” Für diese Änderung des Grundgesetzes setze sich die nordrhein-westfälische SPD ein. „Leider fehlt uns die dafür notwendige Zweidrittelmehrheit.” Doch was kann man tun? „Initiativen gründen, mit Mitgliedern anderer Parteien ins Gespräch kommen, überzeugen”, so Tillmanns.
Von der Uniklinik Duisburg-Essen war Dr. rer. medic. Dipl. Psych. Sefik Tagay nach Rees gekommen. Der Yezide hat sich in der Integrationsforschung einen Namen gemacht und stellte seine Religion mit einem informativen Vortrag vor. „Yeziden sind kurdischer Volkszugehörigkeit”, erklärte er. „Die 4000 Jahre alte Religion hat nichts mit dem Islam zu tun, Glaubensanhänger werden in ihrer Heimat verfolgt.” Von den weltweit rund 800 000 Yeziden leben 45 000 in Deutschland. „Hochburgen” sind Städte wie Celle, Oldenburg oder Köln. Aber auch Emmerich und Wesel stehen auf der Liste.
„Oft werden Yeziden in der Öffentlichkeit negativ dargestellt”, prangerte Tagay an. „Dabei steht die Religion für Nächstenliebe und Freiheit und setzt sich für mehr Toleranz ein.” Generationenkonflikte seien unabhängig von der Religion: „Das passiert eben, wenn zwei verschiedene Wertesysteme kollidieren.”
Integration durch Sprache
Dass es vor allem die Sprache ist, die bei der Integration hilft, da waren sich die etwa 60 Teilnehmer – zu gleichen Teilen Migranten und Deutsche – einig. „Außerdem sollte man uns ein wenig Zeit zugestehen”, so der Appell Tagays. „Auch unter den christlichen Religionen war die gegenseitige Toleranz nicht von einem auf den anderen Tag da.”

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Stellungnahme des ZYD zu den Anschlägen in Zakho  


 

 

Verheerende Anschlagsserie gegen Yeziden und Christen im Irak

Am 02.Dezember 2011 haben Islamisten nach dem mittäglichen Freitagsgebet zahlreiche Einrichtungen von Yeziden und Christen in den Städten Zakho, Simel und Duhok im Nordirak angegriffen. Vorausgegangen waren Hetzpredigten in den Moscheen, in denen Mullahs zum Kampf gegen die „Ungläubigen“ aufgerufen hatten. Tausende von islamistischen Fanatikern gingen auf die Straße und skandierten Hassparolen. Sie suchten gezielt Gaststätten und Hotels auf, die im Besitz von Yeziden und Christen sind. Der fanatisierte Mob, der überwiegend aus Jugendlichen bestand und von religiösen Lehrern angeführt wurde, plünderte die Läden und setzte sie anschließend in Brand. Die Zerstörungen hielten bis zum Nachmittag des folgenden Sonnabend an.  Sicherheitsleute konnten den Mob nicht aufhalten. Das Ausmaß der Zerstörungen ist groß. Mehr als 20 Einrichtungen wurden zerstört, darunter drei Hotels und neun Läden, die  Yeziden gehörten. Aus Angst vor weiteren Anschlägen  flüchteten viele Christen und Yeziden in andere Gebiete.

Der Präsident der kurdischen Regionalregierung, Mesut Barzani, in dessen Gebiet die Überfälle stattfanden, verurteilte die Taten und schloss nicht aus, dass es sich  um eine zielgerichtet geplante Aktion gegen die religiösen Minderheiten der Yeziden und Christen handelt. Zur Klärung der Terrorakte wurde eine Kommission gebildet.

Der Zentralrat der Yeziden in Deutschland, dem auf seiner Sitzung am Sonnabend in der yezidischen Gemeinde in Oldenburg die Berichte über die Gewaltaktionen vorlagen, erinnerte in einer Erklärung an den  14. August 2007.  An diesem Tag waren unweit von Sindjar mehrere Autobomben explodiert. Mehr als 400 Yeziden wurden getötet. Es war das bisher größte Attentat seit dem Sturz des Saddam-Regimes  und ein Vorgang, der sich tief  in das Gedächtnis aller Yeziden eingebrannt hat. Auch heute, drei Jahre später, hat sich an der Sicherheitslage von religiösen Minderheiten im Irak nichts Wesentliches geändert, kritisierte der Zentralrat. Man erkenne die ehrlichen Bemühungen der kurdischen Regionalregierung an, den religiösen Fanatismus einzudämmen. Doch sind offensichtlich auch staatliche Autoritäten machtlos gegen das Wiedererstarken der Islamisten. Das zeigen auch die Ergebnisse der letzten Wahlen zum kurdischen Regionalparlament, wo die Islamisten drittstärkste Kraft wurden.

Die aktuelle Anschlagsserie habe der Öffentlichkeit auf erschreckende Weise eindrücklich vorgeführt, so der Zentralrat, dass  der islamistische Terror gegen religiöse Minderheiten jederzeit zuschlagen  kann. Es zeichne sich ab, dass religiöse Minderheiten nach dem Rückzug der Amerikaner zunehmend in den Fokus von Islamisten geraten. Die Regierung sei außerstande, sie nachhaltig vor derartigen Mordanschlägen  zu schützen.  Die Yeziden bleiben neben den Christen und  Mandäern die am stärksten gefährdeten Einwohner des Irak.

Der Zentralrat fordert schonungslose Aufklärung  und eine harte Verurteilung der Verantwortlichen. Sollten Sicherheitsbehörden bewusst nicht eingegriffen haben, wie in der Vergangenheit schon geschehen, müssten diese ebenfalls zur Rechenschaft gezogen werden. Daher sollte die einberufene Untersuchungskommission auch unabhängige Menschenrechtsorganisationen und Vertreter der Betroffenen – wie den Zentralrat  –  als Mitglieder  aufnehmen.  
Darüber hinaus erneuert der Zentralrat seine Forderungen nach mehr politischen Partizipationsmöglichkeiten der religiösen Minderheiten. Auch der Kampf gegen die Islamisten müsse entschiedener geführt werden. Der Zentralrat wünscht sich zudem, dass sich die Vereinten Nationen  mit der Frage befassen, wie die  Minderheiten im Irak  wirkungsvoll, etwa  mit Schutztruppen,  vor der  Vernichtung  bewahrt werden können, die zweifellos das Ziel der Islamisten ist.

Zentralrat der Yeziden in Deutschland
Navenda Sêwirdariya Êzîdiyan li Almanya
Eidechsenstraße 19, 26133 Oldenburg
www.yeziden.de, zentralrat@yeziden.de
Fon: 0049 (0) 441 4850555, Fax: 0049 (0) 441 4850557

Mitgliedsvereine des Zentralrates:
• E-ZI-DI - yezidischer Kulturverein in Ostfriesland e.V
• Yezidisches Forum e.V.
• Verein der Eziden am unteren Niederrhein e.V.
• Plattform Ezidischer Celler e.V
• Lalish-Zentrum in Bielefeld

 



 
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